alínæ lumr: Indietrubel in der Kleinstadt


  • alínæ lumr Storkow

Langsam neigt sich die Festivaltzeit dem Ende zu. Wie gut, dass auf letzter Strecke noch ein paar Highlights hervorblitzen. Wie das alínæ lumr, das am Freitag im beschaulichen Storkow anfängt. Knapp 50 Kilometer von Berlin entfernt, bietet das Festival in der brandenburgischen Kleinstadt ein liebevoll kuratiertes Line-Up. Zudem steht hinter dem alínæ lumr noch eine gute Portion politische Haltung. Laureen Kornemann, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, der hinter dem Festival steht, hat uns im Interview mehr dazu erzählt.


Was ist die Idee hinter dem alínæ lumr?

Die Idee dahinter kommt aus Storkow selbst. Wie in vielen brandenburgischen Kleinstädten typisch, gibt es dort kaum Kulturangebot und viel Leerstand. Die Stadt und mehrere Leute, die hinter dem Festival stehen, haben sich gefragt, wie man dem entgegenwirken könnte. Dieses Jahr wurde deswegen ein Storkow ein Verein gegründet – von Menschen, die in Storkow wohnen oder dort herkommen. Mit alínæ lumr soll auch einem Rechtsruck entgegengewirkt werden, indem internationale Künstler in die Stadt geholt werden. Insgesamt engagiert sich das Festival gegen Ausgrenzung; es wird auch Infostände zu diesen Themen geben.

Wie ist das Festival in Storkow eingebettet?

Die Hauptlocation ist eine alte historische Burg mit einer großen Bühne und kleineren Räumen. Es gibt eine Bühne auf dem Markplatz, außerdem wird die Altstadtkirche bespielt. Dann gibt es noch ein Grundstück an einem kleinen Kanal mit einem großen Apfelbaum – hier steht eine kleine Bühne, ganz beschaulich. Sonst gibt es noch Locations wie Hinterhöfe und kleine Gärten, in denen Konzerte stattfinden. Das Ganze hat eine Art Showcase-Charakter - halt nur in einer Kleinstadt.

Wie habt ihr das Line-Up ausgewählt? Und was sind Deine Favourites?

Eigentlich ganz einfach: Unsere Booker wählen nach ihrem eigenen Geschmack aus. Deshalb sind auch viele nordische Künstler mit dabei. Ich freue mich am meisten auf Liima, ich finde die Atmosphäre, die sie live kreieren, richtig toll. Außerdem wird das Einar Stray Orchestra in der Kirche ein Highlight.


Diese nordischen Musiker sind beim alínæ lumr mit dabei:

Einar Stray Orchestra

Das Einar Stray Orchestra aus Norwegen macht orchestralen Indie-Pop, der direkt ins Herz geht, schlau arrangiert ist und auch politische Themen nicht ausspart. Und ihr Ruf als grandiose Live-Band eilt ihnen voraus.


Vil

Das Duo Vil, bestehend aus Maria Bay Bechmann und Julius Rothlaender, stammt aus Aarhus und Reykjavík - und verzaubert mit knisternd ruhigen Arrangements und der betörenden Stimme Marias.


Liima

Über Liima müssen wir auf diesem Blog eigentlich kaum noch ein Wort verlieren. Wir haben die Band in ihrem Studio besucht, sie auf diversen Festivals (wie zuletzt dem Flow) live gesehen und können offenherzig zugeben: Wir sind Fans.


Pascal Pinon

Pascal Pinon - das sind die isländischen Zwillingsschwestern Ásthildur und Jófríður Ákadóttir, die mit ihren Lo-Fi-Balladen einen minimalistischen, Folk-beeinflussten Sound erzeugen.


Außerdem spielen Me And My Drummer, Tele, Zoot Woman, Heinz Strunk, Sometree, Die Höchste Eisenbahn, Fenster, KEØMA, Federico Albanese, LEA, Mermonte, Arbeitsgemeinschaft Form, Girlie , Dwarphs, Heimer , FINS, Bannerman, Trio Schmetterling, Trucks, Sophia Kennedy, Luisa Babarro, colour your mind und ANN.

Wir verlosen 1x2 Gästelistenplätze für das Festival. Schickt uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff "alínæ lumr" an playnordic (at) gmx.de.

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