Interview mit Blondage: Kein Rangleklods mehr

  • Musik & Frieden 48 Falckensteinstraße Berlin, Berlin, 10997 Germany

Mit ihrer Band Rangleklods haben Esben Andersen und Pernille Smith-Sivertsen die Elektropop-Welt ein wenig aufgewirbelt. Doch im Frühjahr dieses Jahres hatte das dänische Duo das Gefühl, einen Neuanfang starten zu müssen – benannte sich in Blondage um und veröffentliche ihre selbstbetitelte Debüt-EP. Am morgigen Dienstag treten Blondage im Musik & Frieden im Kreuzberg auf. Wir haben mit ihnen im Vorfeld über ihre künstlerische Neuausrichtung gesprochen.


Warum habt ihr euch von Rangleklods in Blondage umbenannt?

Pernille Smith-Sivertsen: Das war für uns ein ganz natürlicher Prozess. Mit Rangleklods haben wir alles, was wir wollten und erreichen konnten, erreicht. Deswegen haben wir den Namenswechsel für einen Neustart genutzt. Und yeah, ich denke, wir haben tatsächlich unseren kreativen Weg gefunden.

Esben Andersen: Mit Rangleklods haben wir einfach alle Songs geschrieben, die es zu schreiben gab.

Pernille Smith-Sivertsen: Allein wegen dieser Namensänderung haben wir plötzlich wieder neue Ideen und Kreativität entwickeln können. Wie ein Neubeginn mit einem klaren Cut eben.

Wie würdet ihr diese neue Richtung beschreiben?

Pernille Smith-Sivertsen: Es geht auf jeden Fall mehr …

Esben Andersen:  … Richtung Popmusik!

Pernille Smith-Sivertsen: Einfach direkter. Rangeklods war ziemlich melancholisch und düster.

Esben Andersen: Bei Blondage gibt es viel mehr Sunshine und auch der Vibe ist lebensbejahender. Sowohl als Songwriter als auch als Menschen hatten wir genug von der Dunkelheit und wollten etwas ganz Neues entdecken. Wir haben zudem bemerkt, dass die Art Musik, die wir jetzt machen, uns viel näher liegt – wir hatten viel mehr mit dem Schreiben der Rangleklods-Songs zu kämpfen als mit dem neuen Material, das auf eine Art schon in uns steckte. Deshalb zeigen diese Stücke auf eine viel ehrlichere Art, wer wir eigentlich sind.

Pernille Smith-Sivertsen: Yeah. Zumindest als Momentaufnahme.

Auch euer gesamtes Artwork hat sich gewandelt. Wie wichtig ist Ästhetik für euch?

Pernille Smith-Sivertsen: Ästhetik ist äußerst wichtig für uns! Die Gedanken, die wir uns zu unserer Musik gemacht haben, spiegeln sich auch in unserem Namen wider – wie Dunkelheit und Licht, Sanfheit und Roughness. In unserem Artwork wollten wir das über die Verbindung der softpinken Farbgebung und dern Hardcore-artigen Bildern transportieren. Das alles soll eine Geschichte erzählen, die über die Musik hinaus geht.

Und welche Musik hat auch in letzter Zeir besonders beeinflussst?

Pernille Smith-Sivertsen: Wir lieben das Album „Anti“ von Rihanna sehr, weil es auf eine Weise die eher experimentelle Indie-Herangehensweise ans Songwriting hat und dennoch eine sehr mainstreamige Pop-Richtung einschlägt. Und die Songs sind einfach großartig!


Wir verlosen einmal zwei Gästelisten-Plätze für das Konzert im Musik & Frieden. Schreibt uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Blondage“ an playnordic (at) gmx.de.