Jaakko Eino Kalevi im Interview: Premiere auf dem Scope

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Der finnische Musiker Jaakko Eino Kalevi jongliert auf seinem dritten, selbstbetitelten Album mit Synthie-Pop, Funk und hier und da ein wenig Disco– und hat zusammen mit der norwegischen Musikerin Farao ein äußerst hübsches Cover des Popcaan-Songs „Everything is nice“ herausgebracht.

Im Rahmen des Scope Festivals, das noch bis Sonntag in Kreuzberg läuft und finnische Künstler verschiedenster Genres auf die Bühne bringt, präsentiert Jaakko Eino Kalevi zum ersten Mal sein 2011er Album „Töölö Labyrinth“ live. Wir haben mit ihm gestern im Interview darüber gesprochen.


Du präsentierst beim Scope Festival „Töölö Labyrinth“ erstmals live – dabei ist das Album bereits seit 2011 draußen.

Ich habe das Album damals selber veröffentlicht und es ist nicht wirklich vertrieben worden. Und irgendwie gab es bislang nie die Möglichkeit, die Musik live zu spielen. In den letzten Jahren habe ich mich eher auf meine folgenden Releases konzentriert. „Töölö Labyrinth“ benötigt auf der Bühne neun Musiker, deshalb ist die Live-Umsetzung jede Menge Arbeit.  Aber ich hatte das schon lange vor. Bei meinen anderen Shows steht mein Gesang eher im Fokus, bei diesem Projekt bin ich Teil einer Band - das mag ich sehr gerne. Und jetzt passt diese Premiere sehr gut – schließlich ist das Scope ja auch ein Jazz-Festival.

Wie unterscheidet sich denn „Töölö Labyrinth“ von Deinen anderen Alben?

Meine Idee war, da sich von Song zu Song die Stilrichtungen so unterscheiden, eine Art Fake-Compilation zu kreieren, bei der ich den verschiedenen Stücken Namen von erfundenen Künstlern zugeordnet habe. Ich fand das lustig. (lacht) Die Stücke sind ohne Gesang und mit akustischen Instrumenten eingespielt. Es ist vielleicht kein Jazz, aber jazzy-ish.

Was wird Dein nächster Output sein?

Ich möchte auf jeden Fall noch einmal einen solchen Sound wie auf „Töölö Labyrinth“ aufnehmen.  Aber gerade sitze ich an einem Album mit meiner neuen Band Man Duo, die aus mir und dem Musiker Sami Toroi alias Long-Sam besteht. Die Veröffentlichung steht Anfang nächsten Jahres an. Und Ende 2017 möchte ich ein neues Album mit meinn eher poppy-ish Stücken herausbringen. Es ist immer ein -Ish dabei. Es ist nicht Jazz, es ist jazzy-Ish. Es ist nicht Pop, es ist poppy-ish. (lacht)