NEW NORDIC: Kurzinterview mit Klaus Aalto


Zurzeit läuft in den Nordischen Botschaften die große Sommerausstellung NEW NORDIC. FASHION. FOOD. DESIGN. Kuratiert von der Künstlerin Sabine Schirdewahn und Matthias Wagner K, dem Direktor des Museums Angewandte Kunst in Frankfurt am Main, wird in diesem Jahr der Fokus auf die Vereinbarkeit von Design und Nachhaltigkeit gelegt.

Bis zum Ende der Ausstellung werden wir euch mit Kurzinterviews einzelne Teilnehmer vorstellen. Heute im Fokus: Klaus Aalto von Aalto + Aalto.

Klaus Aalto

Klaus Aalto

Bitte stell Dich kurz vor.

Ich lebe in Helsinki und bin eine Hälfte des Design-Studios Aalto+Aalto, das ich gemeinsam mit meiner Frau Elina Aalto führe. Ich arbeite an breitgefächerten Projekten - von Produktdesign über Ausstellungen bis hin zu Concept Design. In meiner Arbeit trifft Konzeptentwicklung auf traditionelle Objekte. Bislang habe ich für Unternehmen wie iittala, Kekkilä Garden und Mifu designt. Ansonsten genieße ich es, mit meiner Familie auf dem Land zu leben. Die Hektik der Großstadt kompensiere ich mit diesem einfacheren Lebensstil.

Welche Deiner Objekte sind Teil der NEW NORDIC-Ausstellung?

Der CityBoy-Grill ist eine meiner frühen Konzeptarbeiten und war als Statement gegen Wegwerfgrills gedacht. Es handelt sich hierbei in erster Linie um ein soziales Objekt, dass ermöglicht, an jedem Ort durch gemeinsames Kochen zu connecten.

Baki ist ein Rucksack, der nach Bedarf vergrößert werden kann. Dieses Produkt wurde von Frauen-Selbsthilfegruppen in ländlichen Gegenden Kenia handgefertigt.

Was für eine Rolle spielt bei euch das Thema Nachhaltigkeit?

Dadurch, dass ich viel Zeit in der Natur verbringe, hab ich einen großen Respekt ihr gegenüber entwickelt. Ich versuche das in all meinen Handlungen zu berücksichtigen; also nicht nur während meiner Arbeit, sondern auch in meiner Freizeit. Es ist sehr erfreulich, wie viele neue Ansätze entwickelt werden, die die Belastung für diesen Planeten etwas lindern.

Was bedeutet „New Nordic“ für euch?

Seit die Welt durch einfachere Kommunikations- und Reisewege enger zusammengerückt ist, gibt es mehr Möglichkeiten, über Grenzen hinweg miteinander zu arbeiten. Wir arbeiten zum Beispiel seit einem Jahr mit einem isländischen und einem schwedischen Designbüro gemeinsam an einem Projekt – hier werden unsere Arbeiten und Gedankenansätze auf eine impulsive Art und Weise miteinander verbunden.