Rückblick 2016: Das waren unsere nordischen Highlights


  • Berlin

Bevor wir uns nun komplett ins Jahr 2017 stürzen, möchten wir noch einmal kurz innehalten und unser 2016 Revue passieren lassen. In den vergangenen zwölf Monaten haben wir soviele beeindruckende nordische Künstler und Künstlerinnen, Macher und Macherinnen aus Musik, Kunst, Design, Food, Theater, Tanz, Mode und Literatur erleben dürfen, dass es nicht einfach war, unsere Highlights zu ermitteln, ohne wieder unseren gesamten Blog nachzuerzählen. 

Aber nun ist es  vollbracht: Viel Spaß mit unserem Jahres-Rückblick!


BOUTIQUE - Where Art Meets Fashion
Dass sich unterschiedliche Kreativ-Bereiche beeinflussen und inspirieren, ist keine bahnbrechende Neuigkeit. Doch wie sieht es aus, wenn ausgerechnet Fashion und Kunst aufeinandertreffen? Die finnische Kuratorin Annamari Vänskä hat sich mit dieser Frage intensiv auseinandergesetzt und ihren Fokus auf die gemeinsame ästhetische Formensprache, die mittlerweile in Modegeschäften und Kunstgalerien vorherrscht, gelegt. Das Resultat: Die interdisziplinäre Ausstellung „BOUTIQUE - Where Art Meets Fashion“ im Felleshus der Nordischen Botschaften. 

Dabei wurden 16 finnische Modedesigner und Künstler vorgestellt, die jeweils zu zweit eine Arbeit entwickelt haben – und zwar: Minna Parikka und Jani Leinonen, Katja Tukiainen und Samu-Jussi Koski, Tero Puha und Teemu Muurimäki, Paola Suhonen und Mikko ljäs, Salla Salin und Timo Rissanen, Heidi Lunabba und Nutty Tarts, Juliana Harkki und Rauha Mäkilä sowie Timo Wright und Mimosa Pale. 


Harpa Film Music Award
Parallel zur Berlinale fand in den Nordischen Botschaften die jährliche Preisverleihung des Harpa Film Music Award statt. Der Preis des Nordic Film Composers Network wurde zum sechsten Mal verliehen. Wir haben den Filmkomponisten Jóhann Jóhannsson, der den Harpa-Award für sein Lebenwerk erhalten hat, zum Interview getroffen.


Schwedische Kinderbücher: Interaktive Ausstellung
Schöpferin Astrid Lindgren hat mit ihrer frechen Protagonistin eine Welle moderner Kinderbücher aus Schweden losgetreten, die einen ganz frischen Blick auf Kinder, ihre Bedürfnisse und Rechte werfen. Die Schwedische Botschaft in Berlin hat mit dem Schwedischen Institut in Stockholm zusammen eine interaktive Ausstellung entwickelt, in der junge Leser ihren literarischen Helden quasi begegnen können: Der schwedische Künstler und Szenograf Tor Svae hat gemeinsam mit Roger Josefsson neun Buchszenen aus bekannten Kinderbüchern von den Autoren Pija Lindenbaum, Barbro Lindgren, Sven Nordqvist, Ulf Nilsson, Jujja Wieslander, Martin Widmark, Stina Wirsén und Pernilla Stalfelt nachgebaut. 

Bis zum 19. Februar 2017 habt ihr die Möglichkeit, euch diese Ausstellung im MACHMit! Museum für Kinder anzuschauen. 


Großes Treffen: Netzwerk nordischer Künstler
Speed-Dating mal anders: Im April trafen im Felleshus der Nordischen Botschaften KünstlerInnen aus den nordischen Ländern auf deutsche KuratorInnen von Berliner Institutionen wie zum Beispiel der Berlinischen Galerie, dem Künstlerhaus Bethanien sowie den Projekträumen insitu oder Import Projects. Aus Leipzig reisten unter anderem die Kuratoren von der Halle 14 sowie der Galerie für Zeitgenössische Kunst an.

In jeweils 15-minütigen Gesprächen hatten beide Parteien die Möglichkeit, sich gegenseitig vorzustellen und zu schauen, inwiefern künftig gemeinsame Projekte möglich wären. Zudem wurde im Rahmen des "Großen Treffen", das bereits zum vierten Mal stattfand, eine Datenbank erstellt, in der alle teilnehmenden Künstler mit einem kurzen Portrait, Portfolio und Kontaktmöglichkeiten eingetragen sind. Wir haben uns einzelne Künstler ein wenig genauer angeschaut.


Nordic Fashion Hub im Bikini Berlin
Im Rahmen der Berlin Fashion Week präsentierten Bikini Berlin und die Nordischen Botschaften beim Nordic Fashion Hub 15 Designer aus den nordischen Ländern. Mit dabei waren die Labels Helicopter, Cintamani und Dimmbla aus Island, Ti Mo, Haik und Cathrine Hammel aus Norwegen, Liisa Riski, R/H und Mirkka Metsola aus Finnland, SELECTED Femme & Homme sowie Ecco aus Dänemark und Ewa i Walla, J. Lindeberg und Vagabond aus Schweden.


NEW NORDIC. FASHION. FOOD. DESIGN.
Ok. Eines möchten wir dann doch gerne hervorheben: Und zwar die große Sommerausstellung NEW NORDIC. FASHION. FOOD. DESIGN. Kuratiert von der Künstlerin Sabine Schirdewahn und Matthias Wagner K, dem Direktor des Museums Angewandte Kunst in Frankfurt am Main, drehte sich in der Ausstellung alles um nachhaltige, kreative Mode und Bekleidung sowie Nahrungsmittel und Produkte für die Ess- und Kochkultur in den nordischen Ländern. Über 100 TeilnehmerInnen aus Dänemark, Finnland, den Färöer-Inseln, Island, Norwegen und Schweden – von Newcomern bis zu etablierten Größen – waren mit dabei.

Zudem gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm. Der Nordische Filmklub zeigte ausgewählte nordische Filme den Themen Fashion, Food und Design. 

Im Rahmen des Symposiums New Nordic. Thinking about Food diskutierten Experten, Künstler und Unternehmer aus den nordischen Ländern und aus Deutschland die Themen Public Food, Urban Food & Future Food. Mit dabei waren Judith Kyst (Madkulturen / DK), Mikkel Sander (Roskilde Festival / DK), Jan Åman (A house Stockholm / SE), Sayan Isaksson (Esperanto Stockholm / SE), Malin Elmlid (The Bread Exchange / SE/DE), The Kitchen (Studio Olafur Eliasson), Billy Wagner (Nobelhart & Schmutzig, Berlin / DE), Jon- Frede Engdahl (Co-Gründer Maaemo & Manager Kolonihagen in Oslo / NO), Johanna Mäkelä (Professorin für Esskultur, Universität Helsinki / FI), Topi Kairenius (Insektenkoch und Mikrobrauer / FI) sowie Runar Døving (Sozialanthropologe und Wissenschaftler / NO)

Beim Silence Meal mit der finnischen Künstlerin Nina Backman und dem auf Wild Food aus Finnland spezialisierten Koch Sami Tallberg ein wurde während der gesamten vier Gänge wird geschwiegen. Diese Performance-Dinner-Abende sind Teil des „Silence Projects“ - ein Kunstprojekt von Nina Backman, das der Stille in der Großstadt folgt. 

Passend zu der Ausstellung NEW NORDIC. FASHION. FOOD. DESIGN. waren wir einen ganzen Tag mit dem NEW NORDIC-Velotaxi  in Berlin unterwegs und haben in verschiedenen Kiezen Orte aufgespürt, in denen der nordische Lebensstil gelebter Alltag ist. 

Etappe 1:

Etappe 2:

Etappe 3:


Mengi im Felleshus: Schnittstelle zwischen Berlin und Reykjavík
Vor drei Jahren eröffnet, ist Mengi mittlerweile zu einer kulturellen Institution in Reykjavík geworden: Dieser Ort ist eine Plattform für Künstler, die sich grenz- und genreübergreifend verstehen und entwickeln wollen. In diesem Artspace gibt es Raum für Konzerte, Ausstellungen und Lesungen, Performances, Film-Screenings und Theater. Zudem fungiert Mengi auch als Label - 

Die Ausstellung MENGI (berlin). Creative and Experimental Cities, die am Mittwoch, 11 Januar endet, präsentierte neben Konzerten, Performances und Filmen eine Retrospektive der bislang in der Óðinsgata gezeigten Kunst sowie eine Ausstellung, in der die künstlerischen Beziehungen von Reykjavík und Berlin sichtbar werden. 


Doch nun genug mit der Rückschau - es liegt ein spannendes 2017 vor uns! Morgen geben wir euch einen Ausblick auf die kommenden Monate.