Sóley: Auf in den Frühling!

  • Passionskirche 1 Marheinekeplatz Berlin, Berlin, 10961 Germany

Die isländische Musikerin Sóley ist zunächst als Mitglied der Band Seabear bekannt geworden und verzückt seit 2010 mit ihren Solo-Alben das Publikum. Düster und verträumt kommen ihre Kompositionen daher, nehmen den Zuhörer ein und ziehen ihn besonders live in einen Sog. Am Freitag spielt Sóley ein Konzert in einem der schönsten Konzertorte Berlins, der Passionskirche. Wir haben ihr im Vorfeld ein paar Fragen stellen können.


Dein aktuelles Album wurde vor einem Jahr veröffentlicht. „Ask the deep“ ist ziemlich düster und persönlich. Hat sich Deine Beziehung zu dem Album im Laufe der Zeit verändert?

Ich habe „Ask the deep“ im vergangenen Jahr ziemlich oft live gespielt. Es ist mir sehr schwer gefallen und hat mich viel Energie gekostet. Am Ende des Jahres war ich wirklich erschöpft und habe beschlossen, eine Kehrtwende zu machen. Im Januar, der dunklen Jahreszeit in Island, bin ich mitten in der Nacht aufgewacht und hab in mein Smartphone notiert, dass mein nächstes Album sich um Hoffnung und Frühling drehen soll. Nach dieser Entscheidung wusste ich, dass ich nun einen Weg eingeschlagen hab, der mir gut tut.

Wird sich das auch auf Deine kommenden Konzerte auswirken?

In Berlin und Frankfurt werde ich sehr viel von meinem kommenden Album spielen – und zwar mit einem kleinen Ensemble, das aus einem zweiten Klavier, Klarinette, Akkordeon und Posaune plus meinem normales Band-Set-up bestehen wird.

Denkst Du immer noch darüber nach, nach Berlin zu ziehen?

Haha, ja. Auf jeden Fall in meinen Träumen!

Und gibt es eigentlich eure Band Seabear noch?

Es gibt uns noch, aber wir treten nicht auf. Wir haben jedoch gerade ein Angebot bekommen, in den USA zu spielen. Falls es für uns finanziell Sinn ergibt, verschließen wir uns im Vorhinein keinen Angeboten.

Wir verlosen ein mal zwei Gästelistenplätze für das Konzert am Freitag. Schickt uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Sóley" an playnordic (at) gmx.de.